Pavillon im Fokus: Die Republik Litauen

Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat sich der größte der baltischen Staaten mit einem eigenen Pavillon an einer Weltausstellung beteiligt. Das zentrale Thema auf des knallgelben Pavillons war "Der Flug". Wie sich das bereits in der Architektur des Gebäudes widergespiegelt hat, wollen wir euch heute einmal kurz erklären.

Das Design des Pavillons zeigte schon auf den ersten Blick die Verbindung des Pavillons zum Thema "Fliegen". Die leichte, knallgelbe Stahlkonstruktion des Pavillons ist nämlich in ihrer Form einem Flügel oder Triebwerk nachempfunden. Das erklärte am besten die Wünsche, Ideale, sowie die Mentalität der Litauer, da sie unermüdlich am Aufwärtstrend ihres Landes arbeiten.

 

Die Fliegerei als Thema

Die Idee, die Fliegerei als Thema des Pavillons zu wählen war kein Zufall. Bereits im 17. Jahrhundert hatte ein Litauer die Idee für eine Rakete, die in mehreren Stufen zündet. Im 19. Jahrhundert dann erfanden Litauer eine dampfgetriebene Flugmaschine und bereits 1933 flogen zwei litauische Piloten ohne Zwischenlandung über den Atlantik.Der Litauische Pavillon von Außen

Auch die Besucher konnten den Traum vom Fliegen im Inneren des Pavillons erleben. Aus der Vogelperspektive konnte man im Inneren des Pavillons einen virtuellen Rundflug machen. In einem rasanten Tempo ging es über Natur und Landschaften, hinweg über Seenplatten und Inseln, vorbei an Dünengürteln, durch sanfte Täler, durch belebte Boulevards und enge Altstadtgässchen. Das Alles wurde von Fahrtwind, Motorenvibrationen und einer eindrucksvollen Geräuschkulisse begleitet.

Nach der "Landung" ging es dann weiter mit zahlreichen Info-Terminals, welche spannende Infos und Hintergründe zu Litauens Vergangenheit und Gegenwart lieferten. Zahlreiche Touchscreens auf runden Konsolen, die so knallig gelb sind wie der Pavillon selbst waren, luden so manchen Besucher dazu ein, an Quiz-Spielen teilzunehmen. So war man beispielsweise aufgefordert, die Teile einer historischen Rakete richtig zusammenzufügen.

Wer nach der Stellung seines "Wissenshungers" den echten Hunger verspürte, der konnte bei echtem litauischen Baumkuchen oder einem "Cubernija" die kleine Flugreise noch einmal Revue passieren lassen.

 

Der Pavillon heute

Wie zahlreiche andere Pavillons auf dem Ost-Gelände blieb auch der Litauische Pavillon der Nachwelt erhalten. Lange Zeit gab es jedoch keinen genauen Nachnutzungsplan, sodass der Pavillon zusehends verfiel. Auch fühlten sich Vandalen schnell angezogen. Dadurch kam es auch öfter zu Bränden, welche das Gebäude nachhaltig schädigten.

Nun zieht aber neues Leben in den (immer noch) knallgelben Bau ein. Die Firma Beste Bau Bauregie aus Sehnde will den Pavillon zu ihrem neuen Geschäftssitz machen und ist momentan dabei ihn entsprechend umzubauen.

Letzte Änderung am Samstag, 15 August 2020 22:55

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